Nach Nordkoreas Raketentest kurz vor neuen Verhandlungen mit Washington sind in den USA verschiedene Spekulationen über Pjöngjangs Absicht angestellt worden.
Die Zeitung „Washington Post“ schrieb, Nordkorea habe mit dem Test an seine militärischen Fähigkeiten erinnert und angedeutet, dass es bei Verhandlungen über die Denuklearisierung kaum Zugeständnisse machen werde.
Die „New York Times“ wies darauf hin, dass Nordkoreas Waffenarsenal nach dem ersten Nordkorea-USA-Gipfel im letzten Jahr in Singapur ständig ausgebaut worden sei.
Zu den Ideen, die das US-Außenministerium für Verhandlungen prüfe, zähle eine Art der vorläufigen Einfrierung des Atomprogramms, hieß es. Damit soll Nordkorea davon abgehalten werden, sein Arsenal weiter auszubauen, das jetzt auf 30 bis 60 Atomwaffen und nun präzisere Raketen geschätzt werde.
Nordkorea und die USA gaben nicht bekannt, wo sie ihre neuen Verhandlungen führen werden. Als möglicher Verhandlungsort wird Schweden vermutet. Wie verlautete, werde der nordkoreanische Chefunterhändler Kim Myong-gil möglicherweise am heutigen Donnerstag für Gespräche mit den USA verreisen.