Die japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte (JMSDF) wollen die südkoreanischen Streitkräfte nicht zu ihrer im Oktober geplanten Flottenparade einladen.
Die Entscheidung teilte der Stabschef der JMSDF Hiroshi Yamamura auf einer Pressekonferenz am Dienstag mit. Die Flottenparade ist für den 14. Oktober in der Sagami-Bucht nahe Tokio vorgesehen.
Nach Einschätzung des Verteidigungsministeriums und der Selbstverteidigungsstreitkräfte seien die Bedingungen für eine Einladung Südkoreas nicht in ausreichender Form vorhanden, begründete Yamamura die Entscheidung.
Der japanische Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga sagte früher am Tag vor der Presse, dass eine sehr schwierige Situation in den Beziehungen zwischen Japan und Korea andauere. Es lägen keine ausreichenden Bedingungen vor, um Südkorea einzuladen, sagte er, ohne deutlich zu machen, ob Japan Südkorea zur Flottenparade einladen will oder nicht.
Grund für Tokios Entscheidung sind offenbar die Streitigkeiten mit Südkorea in letzter Zeit. Auch auf Ebene der Streitkräfte gab es Zwist. Japan hatte im Dezember behauptet, dass ein südkoreanischer Zerstörer sein Radar auf einen japanischen Aufklärer gerichtet habe, während Südkorea dem Aufklärer einen Flug in zu geringer Höhe über dem Zerstörer vorgeworfen hatte.
Laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo werden insgesamt sieben Länder Kriegsschiffe zur Flottenparade schicken, darunter Kanada, Singapur und die USA. China werde erstmals daran teilnehmen.