Das russische Außenministerium hat einen nordkoreanischen Diplomaten einbestellt, um mit ihm über Maßnahmen nach der Festsetzung nordkoreanischer Fischkutter wegen illegaler Fischerei zu diskutieren.
Das Außenministerium teilte am Montag (Ortszeit) mit, dass Vizeaußenminister Igor Morgulow den Geschäftsträger der nordkoreanischen Botschaft in Moskau, Jin Jong-hyop, einbestellt habe. Dabei sei erwähnt worden, dass jüngst nordkoreanische Schiffe wegen des illegalen Fischfangs in russischen Gewässern im Ostmeer Koreas aufgebracht worden seien.
Beide Seiten hätten über umfassende Maßnahmen diskutiert, damit sich ähnliche Fälle nicht wiederholen würden, hieß es weiter.
Russische Grenzschützer hatten am 17. September in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Russlands nahe der Yamato Bank zwei nordkoreanische Schoner und elf Motorboote beim illegalen Fischfang ertappt und die Kutter sowie 161 Besatzungsmitglieder festgenommen. Wegen heftigen Widerstands nordkoreanischer Besatzungsmitglieder seien sechs Nordkoreaner und vier Russen verletzt worden, hieß es. Wie verlautete, sei ein Nordkoreaner später gestorben.