Der japanischen Regierung ist es bei einer Reihe nordkoreanischer Raketenstarts seit Mai mindestens zweimal nicht gelungen, die Flugbahn ballistischer Kurzstreckenraketen zu verfolgen.
Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Montag.
Einige von den zwischen Mai und September abgeschossenen nordkoreanischen Raketen hätten durch einen Aegis-Zerstörer der Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte im Meer zwischen Korea und Japan sowie ein Radar der Luftselbstverteidigungsstreitkräfte in Japan nicht aufgespürt werden können, hieß es.
Die Raketendetektion werde von der Entfernung vom Startplatz beeinflusst, daher sei es für Südkorea leichter, nordkoreanische Raketenstarts zu entdecken. Dem südkoreanischen Militär sei es anscheinend gelungen, diese Raketen zu detektieren, hieß es weiter.
Nach Einschätzung des südkoreanischen Militärs und des japanischen Verteidigungsministeriums handelt es sich bei den während dieser Zeit abgeschossenen Projektilen Nordkoreas um eine neuartige ballistische Kurzstreckenrakete vom Typ KN23, eine der taktischen US-Rakete ATACMS ähnelnde neue Rakete sowie Mehrfachraketenwerfer.