In den letzten fünf Jahren ist in Südkorea in 19 Arten von verarbeiteten Lebensmitteln aus Japan Radioaktivität nachgewiesen worden.
Das ging aus Daten hervor, die das Ministerium für Lebensmittel- und Medikamentensicherheit am Donnerstag einer Abgeordneten zur Verfügung stellte.
Laut den Daten wurden von 2014 bis Juni 2019 in 35 Lieferungen von 19 Lebensmittelarten aus Japan mit einem Volumen von 16,8 Tonnen radioaktive Stoffe nachgewiesen. Dazu zählen getrockneter Fisch, Milchschokolade, verarbeitete Nüsse sowie gerösteter Kaffee.
KBS stellte fest, dass Schokolade, Bonbons und Filterkaffee berühmter Marken auf der Liste stehen. Der Filterkaffee ist noch in einigen Läden in Südkorea erhältlich.
Ein Teil der betroffenen Produkte stammte zudem aus Präfekturen, aus denen Südkorea aufgrund der AKW-Katastrophe im Jahr 2011 in Fukushima keine Fischereiprodukte mehr importiert. Südkorea verbietet den Import von Fischereiprodukten aus acht japanischen Präfekturen einschließlich Fukushimas.
Das Ministerium betonte, dass die verarbeiteten Lebensmittel aus Japan präzisen Kontrollen unterzogen würden. Sämtliche betroffene Produkte seien zurückgeschickt worden und würden derzeit in Südkorea nicht verkauft.
China und Taiwan verboten nach der Nuklearkatastrophe den Import verarbeiteter Lebensmittel aus Fukushima.