Ein ehemaliger Premierminister Japans hat sein Land aufgefordert, in der Frage der Entschädigung früherer Zwangsarbeiter zum Ausgangspunkt zurückzukehren und eine Lösung zu finden.
Die entsprechende Forderung unterbreitete Yukio Hatoyama, der von 2009 bis 2010 Premierminister war, am Mittwoch in seinem Vortrag bei einem internationalen Symposium in Tokio.
Die fortgesetzte Thematisierung der Trostfrauenfrage werde darauf zurückgeführt, dass Japan nicht verstehe, dass es für die Angelegenheit eine unbegrenzte Verantwortung tragen müsse. Japan müsse ein solches Umfeld schaffen, in dem die verwundeten Personen sagen könnten, dass keine weitere Entschuldigung nötig sei, sagte er.
In Bezug auf die Entschädigung von Zwangsarbeitern zur Kolonialzeit hieß es, dass auch die japanische Regierung in der Vergangenheit die Position vertreten habe, dass persönliche Ansprüche nicht abgegolten worden seien. Tokio sollte nicht nur behaupten, dass die Angelegenheit vollständig geklärt sei, sondern die Position einnehmen, zum Ausgangspunkt zurückkehren und eine Lösung finden zu wollen.
Hatoyama betonte, dass die in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht angespannten Beziehungen zwischen Südkorea und Japan für einige Politiker ein Vorteil sein könnten, jedoch für die Bürger in beiden Ländern von keinerlei Nutzen seien. Es sei wünschenswert, dass Japan Südkorea wieder auf seine weiße Liste setze und dass Südkorea seine Gegenmaßnahmen gegen Japan stoppe.