Südkorea will die sterblichen Überreste koreanischer Zwangsarbeiter während des Pazifikkriegs vom Pazifik-Atoll Tarawa zurückholen.
Südkoreas Nationaler Forensischer Dienst (NFS) und die US-Behörde für die Suche nach Kriegsgefangenen und -vermissten (DPAA) unterzeichneten am Dienstag ein entsprechendes Arbeitsabkommen. Der Forensische Dienst will die Gebeine noch binnen Jahresfrist ins Land zurückholen.
Auf Tarawa kam es im Jahr 1943 während des Zweiten Weltkriegs zu einem Gefecht zwischen japanischen und US-amerikanischen Soldaten. In dessen Zug kamen 586 Koreaner, die von Japan zwangsmobilisiert worden waren, ums Leben.
Beide Behörden nahmen im vergangenen Dezember Diskussionen auf, um die Kooperation bei der Identifizierung von Gebeinen und Gentests zu verstärken. Sie ermittelten 391 Hinterbliebene von getöteten koreanischen Zwangsarbeitern auf Tarawa und stellten Geninformationen von 184 Personen fest.
Im März schickte der NFS Experten nach Hawaii und Tarawa, um die Gebeine von 150 Verstorbenen mit asiatischen Wurzeln zu überprüfen. Es wurden 145 Proben entnommen. Diese werden genutzt, um sie mit den gesammelten Gendaten von Hinterbliebenen abzugleichen und festzustellen, ob es sich um Koreaner handelt. Derzeit werden von der Behörde präzise Untersuchungen vorgenommen.
Sobald die Identität bestätigt worden ist, will die Behörde die betreffenden Gebeine nach Südkorea zurückholen.