Der Staat muss nach dem Jeju-Aufstand von 1948 zu Unrecht Inhaftierte entschädigen.
Das Bezirksgericht Jeju urteilte am Mittwoch, dass der Staat 18 früheren Gefangenen, von denen einer bereits verstorben ist, insgesamt 5,34 Milliarden Dollar (4,4 Millionen Dollar) zahlen soll.
Sie werden je nach der Dauer ihrer Gefangenschaft 80 Millionen bis 1,47 Milliarden Won erhalten. Das Gericht setzte auf der Grundlage des aktuell gültigen Mindestlohns die Entschädigungshöhe auf 334.000 Won (227 Dollar) pro Tag fest.
Die Betroffenen waren wegen des Aufstands am 3. April 1948 von einem Standgericht wegen Hochverrats zu Haftstrafen zwischen einem und 20 Jahren verurteilt worden. Nachdem das Verfahren wegen illegaler Rechtssprechung durch Militärgerichte wieder aufgerollt worden war, hatte das Bezirksgericht im Januar die Anklagen gegen die 18 Betroffenen aufgehoben.
Ein Standgericht hatte ab 1948 ein Jahr lang auf der Insel Urteile gesprochen. Schätzungsweise etwa 2.500 Menschen wurden weggesperrt, ohne dass es eine Anklage- oder Urteilsschrift gegeben hatte.