Japanische Medien haben am Montag über die Entscheidung der südkoreanischen Regierung, Japan aus ihrer weißen Liste der bevorzugten Exportziele zu streichen, berichtet.
NHK berichtete in einer Eilmeldung über die Bekanntmachung der südkoreanischen Regierung, dass die Maßnahme im September in Kraft trete.
Der Sender zitierte die Äußerung eines leitenden Beamten des Außenministeriums in Tokio, dass man Einzelheiten wie den Grund für die Maßnahme prüfen und die künftige Situation mit Ruhe erfassen wolle.
Die Wirtschaftszeitung „Nihon Keizai Shimbun“ schrieb, es sei angedeutet worden, dass es sich de facto um eine Vergeltungsmaßnahme gegen die jüngste Streichung Südkoreas aus der weißen Liste durch Japan handele.
Vizeaußenminister Masahisa Sato behauptete auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, Südkoreas Schritt könnte eine Verletzung von Regeln der Welthandelsorganisation darstellen, sollte sie eine Gegenmaßnahme gegen die Überprüfung der Maßnahmen zur Exportkontrolle Japans sein.
Die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, dass angesichts der weiteren Verschlechterung der Beziehungen zwischen Südkorea und Japan die internationale Besorgnis zunehmen würde.