Bürgerorganisationen in Südkorea haben am Samstag den vierten Protest gegen den japanischen Premierminister Shinzo Abe wegen der Handelsrestriktionen veranstaltet.
Ein Zusammenschluss von rund 600 Bürgergruppen veranstaltete am Samstag vor der japanischen Botschaft in Seoul eine Kundgebung.
Nach Schätzungen der Veranstalter nahmen rund 15.000 Menschen an der Kerzenlichtdemonstration teil, darunter Oberschüler und Senioren.
In einer Erklärung kritisierten die Teilnehmer Abe dafür, einen Wirtschaftskrieg gegen Südkorea begonnen zu haben. Die Abe-Regierung habe einen Krieg gestartet, ohne sich aufrichtig für seine Brutalitäten zur Kolonialzeit zu entschuldigen und darüber nachzusinnen.
Auch wurde der Rückzug aus dem Abkommen zur allgemeinen Sicherheit militärischer Informationen gefordert. Unter dem Abkommen tauschen Südkorea und Japan Erkenntnisse ihrer Militärgeheimdienste über Nordkorea aus.
Japan hatte am 4. Juli beschlossen, die Südkorea-Exporte von Schlüsselmaterialien für die Herstellung von Halbleitern und Displays strenger zu regulieren. Auch wurde Südkorea vorletzte Woche aus Japans weißer Liste der vertrauenswürdigen Exportziele gestrichen.