Japanische Bürgerorganisationen haben sich am Donnerstag in Tokio zu einer Protestkundgebung gegen Premierminister Shinzo Abe versammelt.
Mitglieder der Bürgergruppen skandierten vor der Residenz des Premierministers den Slogan „No Abe“. Sie forderten Japan auf, wegen dessen Kolonialherrschaft Entschädigungen zu zahlen und die ungerechten Exportrestriktionen gegenüber Südkorea unverzüglich zurückzunehmen.
Sie verlangten, von der antikoreanischen und antijapanischen Stimmung Abstand zu nehmen. Die Bürger in Südkorea und Japan sollten sich solidarisch gemeinsam dafür einsetzen, das Abe-Regime zu stürzen, hieß es.
Zuvor hatten die Organisationen auf einer Pressekonferenz vor dem Sitz des Oberhauses verlangt, dass die Bürger in Südkorea und Japan Kräfte bündeln und den unvernünftigen Ruck des Abe-Regimes nach rechts stoppen sollten.
Japanische Bürgeraktivisten wollen an einer Kundgebung gegen die Zwangsrekrutierung während der japanischen Kolonialzeit teilnehmen, die am 15. August in Seoul geplant ist.