Die japanische Regierung hat erstmals nach der Verschärfung seiner Exportregeln für drei Halbleiter- und Display-Materialien den Export eines dieser Materialien nach Südkorea genehmigt.
Die Entscheidung teilte der japanische Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie, Hiroshige Seko, auf einer Pressekonferenz am Donnerstag mit.
Er habe sich für die Bekanntmachung einer einzelnen Genehmigung entschieden, da die südkoreanische Regierung die japanische Maßnahme ungerechterweise als Embargo kritisiere, hieß es.
Die japanische Zeitung „Sankei Shimbun“ schrieb, dass es sich bei dem genehmigten Artikel um Fotolack für die Halbleiterproduktion handele.
Die japanische Regierung hatte bisher behauptet, dass ihre Exportrestriktionen gegenüber Südkorea keinen Einfluss auf die globale Versorgungskette bei Halbleitern haben würden. Daher wird vermutet, dass Japan mit der Genehmigung die Besorgnis der Halbleiterbranche über wirtschaftliche Folgen zu zerstreuen versucht.
Der japanische Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga behauptet, Japan habe mit der Genehmigung gezeigt, dass es einen rechtmäßigen Handel erlaube.
Die japanische Regierung hatte am 4. Juli unter dem Vorwand der Gefahr der militärischen Zweckentfremdung beschlossen, dass für den Export von drei Materialien, darunter hochreiner Fluorwasserstoff, nach Südkorea jede Lieferung einzeln genehmigt werden muss.