Laut der globalen Umweltschutzorganisation Greenpeace will Japan eine Million Tonnen radioaktiv belastetes Wasser ins Meer kippen.
Das schrieb Shaun Burnie, Nuklearexperte von Greenpeace, in einem Beitrag für „Economist“.
Das Kabinett Abe und das Energieunternehmen Tepco wollten radioaktiv belastetes Wasser aus dem Atomkraftwerk Fukushima Daiichi in den Pazifischen Ozean kippen. Das radioaktiv belastete Wasser könnte für die Pazifikanrainer, insbesondere das nahe gelegene Südkorea, gefährlich werden.
Wenn eine Million Tonnen kontaminierten Wassers ins Meer gelangen, seien 770 Millionen Tonnen sauberen Wassers in den nächsten 17 Jahren erforderlich, um die Schadstoffe zu verdünnen. Tepco habe in den letzten acht Jahren vergeblich versucht, mit dem Problem des radioaktiv verseuchten Abwassers aus dem havarierten Reaktor fertig zu werden.
Es gebe ein internationales Übereinkommen über das Verbot des Einbringens von Abfällen ins Meer. Damit könne jedoch nicht verhindert werden, dass die japanische Regierung vom Land aus radioaktives Wasser ins Meer kippe, hieß es weiter.