Inmitten des Konflikts zwischen Südkorea und Japan über Exportrestriktionen hat eine US-Denkfabrik Japan aufgefordert, sich umgehend auf Verhandlungen einzulassen.
Die entsprechende Forderung unterbreitete Matthew Goodman, Leitender Vizepräsident der US-Denkfabrik Zentrum für Strategische und Internationale Studien (CSIS), in einem Bericht.
Japan habe als größerer und selbstsicherer Akteur eine besondere Verantwortung und sollte einen Weg finden, um den Streit zu überwinden, steht in dem auf der Webseite der CSIS veröffentlichten Bericht.
Da Japans Entscheidung für Ausfuhrbeschränkungen kurz vor der Parlamentswahl erfolgt sei, lasse dies den Verdacht aufkommen, dass die Entscheidung politisch motiviert sei. Der Streit zwischen Südkorea und Japan um Vergeltung könne ihren Schlüsselindustrien schaden und auch die Weltwirtschaft beeinträchtigen. Auch könne die Kooperation zwischen beiden Ländern in dringenden Sicherheitsfragen wie Nordkoreas Raketentests gestört werden, hieß es weiter.
Der US-Journalist William Sposato betonte, dass Japan einen Krieg gestartet habe, obwohl es nicht zum Kämpfen bereit sei.
Er schrieb in einem Beitrag für das Magazin „Foreign Policy“, Japan habe nach eigenen Angaben aus Sicherheitsgründen die Exportregeln gegenüber Südkorea verschärft. Das Land habe jedoch keinen Nachweis für seine Behauptung vorgelegt. Es sei nicht gewiss, ob die japanische Regierung mit Nebenwirkungen in diesem Ausmaß für seine Wirtschaft gerechnet habe.