Die heute abgefeuerten zwei Projektile Nordkoreas hat das südkoreanische Militär als ballistische Kurzstrecken-Raketen eingestuft.
Nach Angaben des Vereinigten Generalstabs seien die Geschosse am frühen Morgen in der Provinz Süd-Hwanghae abgefeuert worden und ins Ostmeer gestürzt. Diese hätten eine Höhe von 37 Kilometer erreicht und seien rund 450 Kilometer weit geflogen.
Die Informationsdienste Südkoreas und der USA gingen davon aus, dass es sich dabei um ähnliche Raketen handle, die Nordkorea am 25. Juli getestet hatte.
Die Regierung hat um 7. 30 Uhr eine Notsitzung unter Leitung des nationalen Sicherheitsberaters Chung Eui-yong einberufen. Der Sitzung wohnen unter anderem Verteidigungsminister Jeong Kyeong-doo und Geheimdienstchef Suh Hoon bei.
Seit dem 25. Juli hat Nordkorea vier Mal Projektile abgefeuert. Nordkoreakenner in Seoul sehen darin eine Reaktion Nordkoreas auf eine südkoreanisch-amerikanische Militärübung, die de facto gestern begonnen hat.
Das nordkoreanische Außenministerium erklärte heute kurz nach den Abschuss von beiden Projektilen, dass Südkorea und die USA eine Kriegsübung für einen Präventivschlag durchführten.