Der Gouverneur der japanischen Präfektur Aichi hat die Forderung nach der Entfernung einer Statue aus einer Ausstellung kritisiert. Die Statue gilt als Symbol für die Opfer der Sexsklaverei der japanischen Armee.
Die Forderung stelle eine Zensur dar und könne verfassungswidrig sein, sagte Gouverneur Hideaki Omura auf einer Pressekonferenz am Montag.
Der Gouverneur von Aichi hatte am Samstag beschlossen, die Ausstellung der Mädchenstatue für Frieden beim internationalen Kunstfestival Aichi Triennale zu stoppen. Der Bürgermeister von Nagoya hatte dies verlangt und gesagt, dass die Behauptungen über die Trostfrauen für japanische Soldaten im Zweiten Weltkrieg nicht wahr sein könnten.
Nach der Entfernung der Statue wurde auch in Japan Kritik laut.
Mit seinen Bemerkungen auf der Pressekonferenz gab der Gouverneur nun zu, dass er die Entfernung auf Druck von Behörden beschlossen hatte. Der Bürgermeister von Nagoya wollte seine Forderung dennoch nicht zurücknehmen.
Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga hatte die Einstellung der Ausstellung verlangt und auch angedeutet, dass die Regierung die Subventionen für das Kunstfestival kürzen könnte. Jedoch sagte er nun, dass er lediglich eine Frage von Reportern beantwortet habe.