Bei einer Reihe multilateraler Sitzungen des südostasiatischen Staatenbundes ASEAN haben die Teilnehmer in Erklärungen ihre Besorgnis über Handelsspannungen geäußert und vor Bedrohungen für den Freihandel gewarnt.
Letzte Woche fanden mehrere multilaterale Treffen in Bangkok statt, an denen die ASEAN-Mitglieder und weitere Länder teilnahmen.
In der Vorsitzendenerklärung des Außenministertreffens der ASEAN plus Drei steht, dass die Minister vor der Eskalation der Handelsspannungen und deren Auswirkungen auf das regionale Wachstum gewarnt hätten. Sie hätten Besorgnis über den stärker werdenden Strom des Protektionismus und der Anti-Globalisierungsstimmung geäußert, der die Weltwirtschaft belaste und die Welthandelsordnung gefährde.
Die Formulierungen „Handelsspannungen“ und „Anti-Globalisierung“ waren in der letztjährigen Erklärung nicht gebraucht worden. Beobachter meinen, dass damit neben dem Handelsstreit zwischen den USA und China auch die Streichung Südkoreas aus der weißen Liste durch Japan berücksichtigt worden sei.
Auch die Vorsitzendenerklärungen der Außenministertreffen des Ostasien-Gipfels, zwischen Südkorea und den Mekong-Anrainerstaaten und zwischen Südkorea und der ASEAN enthalten ähnliche Formulierungen.
Es gilt als eindeutiger Erfolg, dass Seoul bei Treffen der ASEAN Diskussionen über Japans ungerechte Handelsmaßnahmen gegen Südkorea anstoßen und bei anderen Ländern um Verständnis werben konnte.