Die USA wollen laut ihrem Verteidigungsminister bodengestützte Mittelstreckenraketen nach Diskussionen mit ihren regionalen Verbündeten in Asien stationieren.
Die entsprechende Äußerung machte der neue Verteidigungsminister Mark Esper vor der Presse am Sonntag (Ortszeit) bei seinem Besuch in Australien.
Esper hatte zuvor am Samstag die Frage bejaht, ob die USA die Stationierung bodengestützter Mittelstreckenraketen in Asien überprüften. Die Äußerung erfolgte einen Tag nach dem Austritt der USA aus dem INF-Vertrag mit Russland über die nukleare Abrüstung im Mittelstreckenbereich.
Die Frage nach der Einschätzung, dass sich ein solcher Plan gegen China richte, wollte er nicht kommentieren. Stattdessen hieß es, dass die USA mit Verbündeten oder Partnern diskutieren würden, unabhängig davon, in welcher Region eine solche Stationierung erfolge.
Ausländische Medien wie die Zeitung „New York Times“ berichteten unter Berufung auf Experten, dass die Raketen in Japan oder Südkorea stationiert werden könnten.
Esper wird am Freitag in Südkorea erwartet. Er wird hier zu seinem ersten Treffen mit Verteidigungsminister Jeong Kyeong-doo zusammenkommen.