Im Zentrum der japanischen Hauptstadt Tokio hat eine Protestkundgebung gegen Premierminister Shinzo Abe stattgefunden.
Die Teilnehmer forderten am Sonntag vor dem Bahnhof Shinjuku den Sturz der Abe-Regierung und die Solidarität zwischen den Bürgern Südkoreas und Japans. Sie betonten, dass die Abe-Regierung nicht mehr geduldet werden könne, um einen Ruck nach rechts zu verhindern. Hierfür müssten die Bürger in Südkorea und Japan ihre Kräfte bündeln, hieß es.
Die Demonstranten verurteilten, dass die japanische Regierung mit der Streichung Südkoreas aus der weißen Liste der bevorzugten Exportziele auf die südkoreanischen Gerichtsurteile für die Entschädigung früherer Zwangsarbeiter reagierte. Sie äußerten auch starke Unzufriedenheit damit, dass das Kabinett Abe zum Stopp der Ausstellung einer Mädchenstatue zum Gedenken an die Trostfrauen in Japan gezwungen hatte.
Ein Oppositionsabgeordneter warf dabei der Abe-Regierung vor, politische und wirtschaftliche Fragen miteinander verknüpft zu haben.
Die Kundgebung wurde auf Vorschlag eines Firmenangestellten in sozialen Netzwerken initiiert. Mehrere Hundert Einwohner nahmen daran teil.