Als Reaktion auf Tokios Entscheidung für die Streichung Südkoreas aus der Liste seiner bevorzugten Handelspartner will die südkoreanische Regierung ihrerseits Handelsprivilegien für Japan streichen.
Südkorea wolle Japan aus seiner weißen Liste streichen und das Exportverfahren streng kontrollieren, kündigte Vizeministerpräsident und Finanzminister Hong Nam-ki am Freitag vor der Presse an.
Hong warf der japanischen Regierung vor, durch die Streichung Südkoreas von der weißen Liste die Kooperation und das Vertrauen zwischen beiden Ländern grundlegend zu beschädigen. Angesichts einer historischen Angelegenheit übe Tokio mit wirtschaftlichen Mitteln Vergeltung. Tokio gefährde damit die internationale Handelsordnung, darunter WTO-Regeln.
Von Japans zweiter Vergeltungsmaßnahme würden voraussichtlich 159 strategisch wichtige Handelsartikel betroffen sein. Deren Handel wolle die Regierung mit maßgeschneiderten Maßnahmen unterstützen, hieß es.
Längerfristig wolle die Regierung die Forschung und Entwicklung von über 100 strategischen Schlüsselprodukten unterstützen, um die Abhängigkeit von Japan zu verringern.