Nach Angaben von Japans Industrieminister Hiroshige Seko hat die Entscheidung für die Streichung Südkoreas aus der weißen Liste der bevorzugten Handelspartner keinen Einfluss auf die bilateralen Beziehungen.
Die Entscheidung sei getroffen worden, um Japans Exporte nach Südkorea besser handhaben zu können. Das sagte Seko am Freitag gegenüber Reportern. Kurz zuvor hatte das Kabinett die Streichung Südkoreas aus der Liste beschlossen. Die Maßnahme wird am 28. August wirksam.
Tokio habe lediglich das Ausfuhrverfahren für Südkorea dem für andere asiatische Länder angepasst. Taiwan und Länder in Südostasien würden nicht auf der weißen Liste stehen und unterlägen strikten Exportkontrollen. Dennoch würden sie enge Wirtschaftsbeziehungen zu Japan unterhalten.
Tokio habe zu der Frage rund 40.600 Meinungen aus der Öffentlichkeit erhalten. 95 Prozent hätten sich für eine Revision ausgesprochen.
Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga sagte heute auf einer Pressekonferenz, dass die jüngste Entscheidung die weltweite Versorgung mit Halbleitern nicht beeinflussen werde.
Auch ziele die Streichung von der Liste nicht auf die Beziehungen zwischen Seoul und Tokio ab. Es sei außerdem wichtig, dass beide Länder ihre Diskussionen über schwebende Angelegenheiten fortsetzen, hieß es.