Ein Teil der im letzten Jahr von Nordkorea an die USA übergebenen Gebeine von im Koreakrieg Gefallenen kann vermutlich Koreanern zugeordnet werden.
Das berichtete das US-amerikanische Radio Free Asia (RFA) am Freitag.
John Byrd von POW/MIA Accounting Agency (DPAA), dem Suchdienst des US-Verteidigungsministeriums, sagte dem Sender am Donnerstag, dass die Gentests zu den sterblichen Überresten abgeschlossen worden seien, die Nordkorea am 1. August letzten Jahres den USA überreicht hatte.
In 55 Kästen seien die sterblichen Überreste von etwa 250 Personen enthalten. 80 von ihnen seien keine US-Amerikaner, sondern vermutlich südkoreanische Soldaten. Bei den restlichen 170 Kriegsgefallenen handele es sich anscheinend um US-Soldaten. Es könnte darunter aber auch britische oder australische Soldaten geben, hieß es.
Byrd sagte, dass man bereits die Behörde für die Bergung von Kriegsgefallenen des südkoreanischen Verteidigungsministeriums darüber informiert habe. Deren Vertreter würden vermutlich im Herbst für die Überprüfung die DPAA besuchen.
DPAA-Direktor Kelly McKeague teilte mit, am 4. Juli der nordkoreanischen Seite in einem Schreiben vorgeschlagen zu haben, die Diskussionen über die Rückführung der Gebeine von US-Kriegsgefallenen wieder aufzunehmen. Bisher habe es jedoch keine Rückmeldung gegeben.
Die Rückführung der Gebeine von US-Kriegsgefallenen war gemäß der gemeinsamen Erklärung beim ersten USA-Nordkorea-Gipfel im Juni letzten Jahres erfolgt.