Japan wird am Freitag auf einer Kabinettssitzung über die Streichung Südkoreas aus der weißen Liste der bevorzugten Exportziele diskutieren.
Das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie äußerte zwar gegenüber KBS, man könne über künftige Termine nichts sagen. Selbst wenn man etwas wüsste, könne man dies nicht bekannt geben.
Innerhalb der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) heißt es jedoch, dass die Streichung aus der weißen Liste als gewiss gelte.
Akira Amarai, Vorsitzender des Wahlstrategiekomitees der LDP, sagte, dass auf der Kabinettssitzung am 2. August die Streichung aus der Liste beschlossen werde. Er betonte in einer Sendung, der Schritt bedeute lediglich, Südkoreas Status von einem bevorzugten Staat zu einem gewöhnlichen Staat zurückzuändern.
Premierminister Shinzo Abe sagte bei einem Abgeordnetentreffen der LDP, er möchte sich inmitten der ernsthaften internationalen Lage mit einer Verfassungsänderung beschäftigen, indem er die Staatsinteressen schütze. Damit wurde offenbar angedeutet, dass Abe mit Verweis auf die Staatsinteressen und die Verfassungsreform zu weiteren harten Maßnahmen gegen Südkorea greifen wolle.
Sollte die Streichung heute beschlossen werden, wird der Schritt voraussichtlich drei Wochen nach der Verkündigung, nämlich Ende August, in Kraft treten.
Einige Beobachter meinen jedoch, dass Japan die Angelegenheit in der Kabinettssitzung noch nicht einreichen und die Entscheidung verschieben könnte, sollten die USA starken Druck ausüben.