Das Außenministerium in Seoul rechnet mit einer Streichung Südkoreas aus Japans weißer Liste der bevorzugten Exportziele.
Das berichteten Ministeriumsvertreter heute im parlamentarischen Ausschuss für Auswärtiges und Wiedervereinigung. Im Ministerium werde davon ausgegangen, dass Japan die Streichung am Freitag in der Kabinettssitzung billigen werde. Diese würde dann Ende August wirksam werden.
Weiter hieß es, dass Japan aufgefordert worden sei, seine Exportrestriktionen und die Streichung aus der Liste aufzugeben. Stattdessen sollten Streitthemen durch Dialog auf diplomatische Weise behandelt werden.
Sollte die Streichung aus der Liste der bevorzugten und sicheren Ausfuhrländer erfolgen, wolle Seoul auf die Ungerechtigkeit der Entscheidung aufmerksam machen. Auch solle gegenüber Tokio Bedauern über den Schritt zum Ausdruck gebracht werden. Gleichzeitig solle der Nachbar aufgefordert werden, sich Seouls Bemühungen um eine Thematisierung der Frage der Zwangsarbeit im Krieg anzuschließen.
Angesichts des am Freitag beginnenden Sicherheitsforums ARF in Bangkok hieß es, dass gemeinsam mit den ASEAN-Staaten und der Europäischen Union die zügige Wiederaufnahme von Arbeitsgesprächen zwischen den USA und Nordkorea gefordert werden solle.