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Internationales

Russland bedauert unwissentliche Verletzung südkoreanischen Luftraums

Write: 2019-07-24 14:22:31Update: 2019-07-24 18:37:35

Russland bedauert unwissentliche Verletzung südkoreanischen Luftraums

Photo : YONHAP News

Moskau hat verspätet doch Bedauern ausgedrückt, dass ein russisches Militärflugzeug am Dienstag unwissentlich den südkoreanischen Luftraum verletzt hat.

Die russische Regierung habe versprochen, unverzüglich Ermittlungen aufzunehmen und notwendige Maßnahmen einzuleiten, teilte der für Öffentlichkeitsarbeit zuständige südkoreanische Präsidialsprecher Yoon Do-han mit. Yoon bezieht sich dabei auf ein Gespräch zwischen einem Beamten des südkoreanischen Verteidigungsministeriums und einem stellvertretenden russischen Militärattaché in Seoul.

Dem russischen Diplomaten zufolge sei das Flugzeug anscheinend wegen eines technischen Problems ungeplant in eine Zone eingedrungen. Moskau habe gleichzeitig Seoul darum gebeten, entsprechende Beweisdaten zu übergeben. Der Flug sei im Rahmen der gemeinsamen Luftwaffenübung mit China erfolgt. Moskau hatte zunächst bestritten, dass eines seiner Flugzeuge den südkoreanischen Luftraum verletzt habe.

Moskau habe zudem bekräftigt, internationale und auch südkoreanische Gesetze zu respektieren. Die Verletzung des südkoreanischen Luftraums sei nicht mit Absicht erfolgt. Moskau hoffe, dass Südkorea dem Glauben schenke. Um Vorfällen dieser Art vorzubeugen, solle ein bilaterales Kooperationssystem für Notfälle geschaffen werden, hieß es.

Ein russisches Frühwarnflugzeug drang gestern zweimal insgesamt etwa sieben Minuten lang in Südkoreas Luftraum über der Insel Dokdo im Ostmeer ein. Ein südkoreanischer Kampfjet schoss etwa 360 Warnschüsse aus rund einem Kilometer Entfernung ab.

Seit dem Abschluss des Waffenstillstandsabkommens 1953 war es das erste Mal, dass ein ausländisches Militärflugzeug Südkoreas Luftraum verletzt hat und Südkorea Warnschüsse gegen ein ausländisches Kampfflugzeug abfeuerte.

Kurz zuvor am selben Tag haben je zwei chinesische und russische Militärflugzeuge unangemeldet die sogenannte Luftverteidigungsindentifikationszone KADIZ an der Ostküste Südkoreas durchquert. KADIZ zählt nicht direkt zum Hoheitsgebiet, dient aber als Puffer gegen ein unbefugtes Eindringen.

Südkorea protestierte bei beiden Ländern. Bei Russland protestierte der Nationale Sicherheitsberater Chung Eui-yong schriftlich.

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