In Südkorea ist ein Diskussionsgremium gegründet worden, um angesichts der Einstufung der Spielabhängigkeit als Krankheit durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) an Maßnahmen zu arbeiten.
Das Gremium aus Vertretern des Zivilsektors und der Regierung soll nach Wegen suchen, die Besorgnis der Spieleindustrie zu verringern und eine gesunde Kultur in Bezug auf den Genuss von Spielen zu etablieren.
Bei ihrer ersten Sitzung am Dienstag teilten die Mitglieder die Ansicht, dass es ausreichend Zeit gebe, um sich auf die Einführung eines offiziellen Codes für die Online-Spielsucht vorzubereiten.
Die Mitglieder vereinbarten, offen darüber zu diskutieren, ob und wann und wie Südkorea den Krankheitscode für die Spielabhängigkeit einführen soll. Diesbezüglich werden Meinungen aus verschiedenen Bereichen zum Hintergrund für die Einführung einer solchen Klassifizierung und mögliche gesellschaftliche Auswirkungen in ausreichender Form angehört.
Auch wird darüber diskutiert, ob die Medizinbranche und die Spieleindustrie gemeinsam eine Vorforschung anstellen.
Der Ausschuss setzt sich aus 22 Mitgliedern zusammen, darunter 14 zivile Vertreter aus Bereichen wie Medizin, Spieleindustrie und Justiz, sowie acht Regierungsvertreter.
Die WHO hatte im Mai die neue Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD) verabschiedet, in der die Spielstörung als Krankheit klassifiziert wird.