Ein südkoreanischer Soldat ist an dem Versuch gehindert worden, sich der Terrorvereinigung ISIS anzuschließen und einen Anschlag zu verüben.
Gemeinsame Ermittlungen von Streitkräften und Polizei mit Unterstützung der US-Bundespolizei FBI hätten Anfang Juni zur Festnahme eines 23-jährigen Armee-Obergefreiten geführt.
Dem Mann werde ein Verstoß gegen das nationale Anti-Terrorismus-Gesetz vorgeworfen. Offenbar habe er sich der Terrorvereinigung anschließen wollen, um in Südkorea einen Anschlag zu verüben.
Der Verdächtige mit Familiennamen Park soll bereits seit 2016, vor dem Beginn seines Wehrdienstes, den Kontakt mit ISIS gesucht haben. Nach Angaben der Ermittler habe er im Internet Werbung für die Terroristen gemacht. Bei der Ausübung seines Dienstes in der Armee habe er Umgang mit Sprengstoff gehabt. Er soll Sprengstoff und Zünder entwendet haben.
Auch seien die Ermittler auf eine E-Mail gestoßen, in der Park das Verfahren für den Beitritt zu ISIS erläutert worden sei. Der Südkoreaner soll einen Beitritt versucht und einen Terroranschlag vorbereitet haben.
Es ist der erste in Südkorea bekannt gewordene Fall, dass eine drückende Beweislast zur Festnahme eines Schläfers oder "Lone Wolf" führte, der mit einer internationalen Terroristengruppe in Kontakt stand und einen Anschlag in Südkorea vorbereitete.