Die mit japanischen Mitteln gegründete Stiftung für Trostfrauen ist offiziell aufgelöst worden.
Das schrieb die japanische Zeitung "Asahi Shimbun" in ihrer Freitagsausgabe und berief sich auf Angaben eines Stiftungsmitarbeiters. Ihm zufolge sei die Auflösung am 17. Juni beantragt worden. Am Mittwoch sei der Stiftung mitgeteilt worden, dass deren Auflösung vollzogen worden sei.
Die Stiftung für Aussöhnung und Heilung war im Juli 2016 gegründet worden. Mit den Stiftungsgeldern sollten südkoreanische Opfer der Zwangsarbeit zur Zeit des Zweiten Weltkriegs entschädigt werden.
Die Gründung der Stiftung geht auf eine Einigung von 2015 zwischen der Vorgängerregierung unter Park Geun-hye und der Abe-Regierung zurück.
Japan zahlte eine Milliarde Yen oder umgerechnet rund neun Millionen Dollar in die gemeinnützige Stiftung ein.
Seoul hatte im vergangenen November die Schließung der Stiftung beschlossen. Untersuchungen waren zu dem Schluss gekommen, dass sie keine grundlegende Lösung für das Problem der in Kriegsbordelle verschleppten Frauen ermögliche.