Die Staatsanwaltschaft hat den Tod von Chung Tae-soo, früherer Chef der nicht mehr existierenden Unternehmensgruppe Hanbo Group, offiziell bestätigt.
Die Staatsanwaltschaft Seoul teilte am Donnerstag mit, dass Chung im vergangenen Dezember in Guayaquil in Ecuador gestorben sei. Chung war 1997 aus Südkoreas geflohen, während gegen ihn ein Gerichtsverfahren wegen des Vorwurfs der Veruntreuung von Firmengeldern lief.
Chung Han-keun, der vierte Sohn des Verstorben, reichte der Staatsanwaltschaft Beweise für den Tod ein, darunter Fotos, eine Urne mit Chungs Asche sowie den Totenschein. Die Staatsanwaltschaft stellte mit Hilfe der ecuadorianischen Regierung fest, dass der Totenschein echt ist. Chung starb an chronischem Nierenversagen.
Chung Han-keun war zusammen mit seinem Vater auf der Flucht. Er wurde nach eigenen Angaben festgenommen, als er nach Los Angeles fliegen wollte, um die Urne nach Südkorea mitzubringen.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Tote nach der Niederlassung 2010 in Ecuador zwei Firmen gründete und ein Projekt zur Erschließung von Ölfeldern durchführen wollte. Deshalb will sie herausfinden, ob Chung Vermögen versteckte.