US-Präsident Donald Trump denkt laut einem Medienbericht über die Beendigung des Verteidigungsabkommens mit Japan nach.
Die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Quellen, dass Trump den Vertrag als unfair betrachte.
Der Vertrag sei zu einseitig, da Japan im Falle eines Angriffs US-Hilfe zugesichert werde, der Bündnispartner im Gegenzug aber nicht zur Verteidigung Amerikas verpflichtet sei.
Die Quellen sagten gegenüber Bloomberg weiter, dass ein Rückzug aus dem seit über 60 Jahren bestehenden Abkommen dennoch sehr unwahrscheinlich sei.
In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass Trump seit langem internationale Sicherheitsverträge der USA kritisiere. Hierzu zählten auch die Allianz mit Südkorea und die NATO-Mitgliedschaft.
Japans Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga wies den Bericht unterdessen auf einer Pressekonferenz am Dienstag zurück. Ein Beamter des Weißen Hauses habe bestätigt, dass der Bericht nicht mit der Position der US-Regierung übereinstimme, sagte er.
Trump wird diese Woche zur Teilnahme am G20-Gipfel in Osaka nach Japan reisen.