Anlässlich des Weltflüchtlingstags hat die Vorsitzende der nationalen Menschenrechtskommission, Choi Young-ae, bessere Maßnahmen für Flüchtlinge gefordert.
Choi wies in einer Erklärung am Donnerstag darauf hin, dass Südkorea im Zeitraum von 1994 bis 2018 lediglich 936 von etwa 48.900 Asylbewerbern, damit weniger als zwei Prozent, als Flüchtlinge anerkannt habe. Es sei nicht genau bekannt, wie die anerkannten Flüchtlinge lebten.
Im aktuellen Flüchtlingsgesetz sei vorgesehen, dass die anerkannten Flüchtlinge denselben Sozialversicherungsschutz genießen wie die südkoreanischen Bürger. Entgegen der gesetzlichen Vorgaben komme es aber nicht zu einer tatsächlichen Unterstützung unter dem sozialen Versicherungssystem für Flüchtlinge, sagte Choi.
Die Regierung sollte angemessen und zügig vorgehen und die Kriterien für die Bemessung der sozialen Versicherungsbeiträge der Flüchtlinge und derjenigen, denen aus humanitären Gründen eine Aufenthaltserlaubnis erteilt wurde, entsprechend der Realität verbessern. Neben der Krankenversicherung sollten auch der aktuelle Zustand des Umgangs mit diesem Personenkreis sowie mögliche Probleme dabei festgestellt werden. Dadurch sollte aktiv nach rechtlichen und institutionellen Maßnahmen gesucht werden, um das Flüchtlingsabkommen aufrichtig umzusetzen und dringende Menschenrechtsfragen der Flüchtlinge zu klären, forderte sie.