Bei der Bergung eines Ende Mai auf der Donau in Budapest gesunkenen Ausflugsschiffs wurden am heutigen Dienstag vier weitere Leichen gefunden.
Bei drei davon handelt es sich vermutlich um Koreaner und bei einer um den ungarischen Kapitän.
Die ungarischen Rettungsbehörden setzten gegen 6.47 Uhr (Ortszeit) einen Riesenkran namens "Clark Adam", der mit dem Unglücksschiff Hableany verbunden wurde, in Betrieb. 26 Minuten später wurde die Kommandobrücke des Schiffs aus dem Wasser gehoben.
Anschließend setzten die Rettungsbehörden zwei Taucher ein, um die dort vermutete Leiche des ungarischen Kapitäns zu suchen. Anderthalb Stunden später wurden vier Leichen gefunden, vermutlich drei von ihnen seien Koreaner.
Der Wasserpegel der Donau liegt am Dienstag bei 6,7 Meter. Vorübergehend hatte der Pegel neun Meter betragen.
Die ungarischen Behörden hatten ursprünglich vor, das Schiff schrittweise jeweils um fünf Zentimeter anzuheben, um zu verhindern, dass Leichname fortgeschwemmt werden. Die Kommandobrücke konnte früher als erwartet an die Wasseroberfläche gebracht werden.
An Bord der am 29. Mai gesunkenen Hableany waren 33 koreanische Passagiere und zwei ungarische Besatzungsmitglieder. Sieben Koreaner konnten gerettet werden. Bisher wurden 18 koreanische Todesopfer identifiziert, vier Personen bleiben verschollen.