Südkoreas Ministerin für Ernährung und Medikamentensicherheit Lee Eui-kyung hat sich nach dem Rückzug eines Medikaments entschuldigt.
Die Ministerin räumte heute auf einer Pressekonferenz in Seoul ein, dass es bei der Überprüfung und Zulassung des Gentherapie-Medikaments Invossa Probleme gegeben habe. Zurzeit würden Gespräche stattfinden, um Patienten im Falle möglicher Nebenwirkungen zu entschädigen. Bislang seien aber keine Fälle bekannt, in denen es zu unerwünschten Nebenwirkungen gekommen sei.
Der Hersteller Kolon Life Science muss bis zum 14. Juni eine Liste mit allen Patienten vorlegen, die das Medikament verabreicht bekamen.
Südkoreas Aufsichtsbehörde für Arzneimittel hatte im Mai angeordnet, das Medikament wieder vom Markt zu nehmen. Grund war, dass der Hersteller falsche Angaben zu einem Inhaltsstoff gemacht hatte.
Invossa ist die weltweit erste Gentherapie gegen Osteoarthritis, chronisch-degenerative Gelenkveränderungen mit Knorpelabbau. Allein in Südkorea sollen rund fünf Millionen ältere Menschen an dieser Krankheit leiden.