Nach dem Schiffsunglück auf der Donau in Budapest ist der Leichnam eines Todesopfers zehn Kilometer vom Unglücksort entfernt entdeckt worden.
Die ungarische Polizei gab bekannt, wo die Leichen der sieben bisher bestätigten Todesopfer aus Südkorea gefunden worden waren.
Nach ihren Angaben wurden sechs Opfer zwei bis sechs Kilometer entfernt von der Unglücksstelle gefunden. Das letzte Todesopfer wurde 25 Minuten nach dem Unglück zehn Kilometer flussabwärts vom Unglücksort gefunden. Die großen Entfernungen werden darauf zurückgeführt, dass die Strömung wegen des seit einer Woche vorherrschenden starken Regens stark war.
Der Pegel der Donau übertraf am Donnerstag (Ortszeit) fünf Meter. Der Durchsatz war zur Zeit des Unglücks doppelt so groß wie an gewöhnlichen Tagen. Ungarn sucht daher mit Unterstützung serbischer Behörden auch im Grenzgebiet nach Vermissten. Die Rettungskräfte suchen mittlerweile bis zu 30 Kilometer flussabwärts vom Unglücksort.
Das südkoreanische Außenministerium bat weitere Anrainerstaaten der Donau, darunter Kroatien, Rumänien, Bulgarien und die Ukraine, um Rettungs- und Sucheinsätze. Das ungarische Innenministerium teilte mit, dass die österreichische Regierung zehn Spezialisten des Einsatzkommandos Cobra nach Budapest geschickt habe.
Laut ungarischen Medien werden unterdessen Vorbereitungen für die Bergung des Wracks getroffen.