In Ungarn ist ein Ausflugsschiff mit südkoreanischen Touristen an Bord gesunken. Bisher wurden acht Todesopfer gemeldet.
Laut Reuters und lokalen Medien kenterte das Ausflugsschiff „Hableany“ (Meerjungfrau) gegen 22 Uhr am Mittwoch (Ortszeit) auf der Donau in Budapest, nachdem es nahe dem Parlamentsgebäude mit einem anderen Schiff zusammengestoßen war. Anschließend sank das Schiff im wegen starker Regenfälle reißenden Fluss schnell.
Dem südkoreanischen Außenministerium und dem ungarischen Staatssender zufolge waren 33 Südkoreaner und zwei ungarische Besatzungsmitglieder an Bord. Die Touristen befanden sich auf einer Pauschalreise. Ein südkoreanisches Reisebüro, das das Tourprogramm anbot, teilte mit, dass insgesamt 31 Touristen einschließlich eines Reiseführers der Firma an Bord des havarierten Schiffs gewesen seien.
Das südkoreanische Außenministerium teilte mit, dass sieben von 33 Koreanern und ein ungarisches Besatzungsmitglied gestorben seien. Sieben seien gerettet worden, die Suche nach den Vermissten dauere noch an.
Laut ausländischen Medien kamen mehrere Dutzende Rettungsfahrzeuge zum Einsatz. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich jedoch wegen der starken Strömung schwierig.
Die südkoreanische Botschaft in Ungarn bildete ein Reaktionsteam und schickte einen Konsul zum Unglücksort. Die Botschaft informiert sich in Kooperation mit ungarischen Behörden über das Ausmaß der Schäden und bietet den ins Krankenhaus gebrachten Verletzten konsularische Hilfe an.
Laut der Reederei des Unglücksschiffs, Panorama Deck, ist das Unglücksschiff ein Doppeldeckschiff und 27 Meter lang und kann bis zu 60 Personen aufnehmen. Es würden alle verfügbaren Ressourcen mobilisiert, um Menschenleben zu retten, sagte die Firma der ungarischen Nachrichtenagentur MTI.