Die Regierung will den Stand der Spielabhängigkeit untersuchen und Kriterien für deren Feststellung ausarbeiten.
Das Gesundheitsministerium will an Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung der Spielabhängigkeit arbeiten.
Anlass ist, dass das Komitee B der Weltgesundheitsversammlung, das höchste Entscheidungsorgan der Weltgesundheitsorganisation (WHO), am Samstag (Ortszeit) einstimmig deren neue internationale Klassifikation der Krankheiten billigte, in die die Spielstörung (gaming disorder) aufgenommen wurde.
Von einer Spielstörung wird ausgegangen, sollte man keine Kontrolle über das Spiel haben, dem Spiel Vorrang vor täglichen Aktivitäten einräumen oder trotz negativer Folgen mit dem Spielen nicht aufhören können. Sollte ein solches Symptom mindestens zwölf Monate lang vorliegen oder ein ernsthaftes Symptom bestehen, kann von einer Spielstörung gesprochen werden.
Die Spieleindustrie kritisierte die Entscheidung der WHO als voreilig. Relevante Organisationen wollen ein gemeinsames Komitee bilden, um eine Kampagne dagegen durchzuführen.