Außenministerin Kang Kyung-wha hat mit dem Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP), David Beasley, über Maßnahmen wegen der schlimmen Ernährungslage in Nordkorea diskutiert.
Kang kam am Montag in Seoul mit Beasley zusammen, der zurzeit Südkorea besucht. Kang sagte zum Auftakt des Treffens, dass sein Besuch zu einem sehr passenden Zeitpunkt erfolge. Die Ernährungslage in Nordkorea sei ein wichtiges Gesprächsthema ihrer Diskussion, man diskutiere zurzeit intern über die Angelegenheit.
Kang sagte, dass ein jüngst vom WFP veröffentlichter Bericht sehr beeindruckend gewesen sei. Sie möchte Beasleys faire Meinung zu der Angelegenheit noch ausführlicher hören. Gemeint ist ein am 3. Mai veröffentlichter Bericht über die Nahrungssicherheit Nordkoreas, der auf einer gemeinsamen Untersuchung des WFP und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN (FAO) beruht. Darin steht, dass in Nordkorea dieses Jahr 1,36 Millionen Tonnen Nahrungsmittel fehlen.
Beasley äußerte, dass man mit einer sehr komplizierten Situation konfrontiert sei. Man möchte die Lage noch genauer untersuchen.
Nach dem Treffen gab das Außenministerium in einer Pressemitteilung bekannt, dass Beasley die Ergebnisse der gemeinsamen Untersuchung des WFP und der FAO zur Ernährungslage in Nordkorea erläutert habe. Kang habe sich nach der Berichterstattung mit ihm darüber ausgetauscht.