Die japanische Regierung hat Südkorea und China gebeten, ihre Importverbote für japanische Fischereiprodukte aufzuheben.
Der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge unterbreitete der japanische Agrarminister Takamori Yoshikawa bei bilateralen Treffen mit seinen Kollegen aus Südkorea und China am Rande des G20-Agrarministertreffens am Sonntag im japanischen Niigata die entsprechende Forderung.
Yoshikawa sagte, dass es viele Schwierigkeiten gebe, weil viele Länder anlässlich der AKW-Katastrophe in Fukushima die Einfuhr japanischer Fischereiprodukte untersagt hätten.
Wie japanische Medien berichteten, habe der chinesische Agrarminister Han Changfu nicht die Absicht mitgeteilt, das Importverbot aufzuheben.
Wie verlautete, habe Yoshikawa auch dem südkoreanischen Landwirtschaftsminister Lee Gae-ho die Position der japanischen Regierung mitgeteilt.
Die südkoreanische Regierung verbietet angesichts der möglichen radioaktiven Belastung seit September 2013 den Import von Fischereiprodukten aus Fukushima und sieben benachbarten Präfekturen. Japan hatte bei der Welthandelsorganisation (WTO) Klage gegen Südkoreas Verbot eingereicht. Das WTO-Berufungsgremium hatte im April Seouls Maßnahme für angemessen befunden.