Die Welthandelsorganisation (WTO) trifft am Donnerstag ihre endgültige Entscheidung im Handelsstreit wegen des südkoreanischen Importverbots für Fischereiprodukte aus der japanischen Präfektur Fukushima und Umgebung.
Die südkoreanische Regierung hatte im Jahr 2013 angesichts der Besorgnis der Einwohner nach der AKW-Katastrophe in Fukushima 2011 den Import von Fischereiprodukten aus dieser Präfektur und sieben weiteren Präfekturen in der Umgebung vollständig verboten. Die Regierung hatte zudem beschlossen, dass Lebensmittel aus Japan auf 17 Arten relevanter Stoffe getestet werden sollen, sollte radioaktives Caesium selbst in äußerst geringer Menge entdeckt werden.
Japan reichte vor vier Jahren bei der WTO eine Klage gegen Südkoreas Maßnahmen ein.
Die WTO urteilte im vergangenen Jahr zugunsten Japans. Daraufhin legte Südkorea Berufung ein. Die endgültige Entscheidung wird heute gegen Mitternacht koreanischer Zeit erwartet.
Es ist selten, dass das Urteil der ersten Instanz in der zweiten Instanz gekippt wird. Sollte Südkorea schließlich verlieren, wird eine Schonfrist von 15 Monaten gewährt, bis das Land den Import wieder aufnehmen muss. Südkorea sollte während dieser Zeit Maßnahmen ausarbeiten.