Die japanische Regierung prüft Pläne für den Bau eines neuen Botschaftsgebäudes in Seoul.
Das teilte Japans Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga am Mittwoch auf einer Pressekonferenz mit, wollte jedoch keine weiteren Details nennen.
Zuvor war bekannt geworden, dass das Bezirksamt Jongo in Seoul die Baugenehmigung für das Botschaftsgebäude zurückgezogen hatte. Grund war, dass vier Jahre nach Erteilung der Genehmigung noch immer nicht mit den Bauarbeiten begonnen worden war. Nach dem Gesetz muss der Baubeginn innerhalb eines Jahres erfolgen.
Laut Beobachtern habe die japanische Regierung offenbar ihr Interesse an dem Standort verloren, da vor dem Grundstück eine Bronzestatue zur Erinnerung an die Opfer der von Japan verantworteten Sexsklaverei im Zweiten Weltkrieg errichtet wurde.
Auch findet jeden Mittwoch eine Kundgebung nahe dem Gelände statt. Die Demonstranten fordern dabei Japan zum verantwortungsvollen Umgang mit seiner Kriegsvergangenheit auf. Dies könnte Tokios Entscheidung ebenfalls beeinflusst haben.