In diesem Jahr sind bis Montag 129 Masernfälle in Südkorea bestätigt worden.
Das teilten die Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (KCDC) mit.
In Südkorea galten die Masern als verschwundene Infektionskrankheit. Nach 2014 wurden weniger als 20 Masernfälle im Jahr gemeldet.
Laut den Zentren wird die jüngste stetige Zunahme der Zahl der Masernerkrankungen in Südkorea hauptsächlich darauf zurückgeführt, dass weltweit, inbesondere in Europa und Südostasien, die Masern grassieren.
Jedoch wurden im Viertel Seo in Incheon, in Uijeongbu, Gyeongsan, Seoul und Daejeon Gruppenerkrankungen gemeldet. In einem Universitätskrankenhaus in Anyang steckten sich über 20 Menschen mit Masern an.
Wegen Auslandsreisen und Ein- und Ausreisen von Ausländern werde erwartet, dass das ganze Jahr durch Masern lokal begrenzt umgehen oder einzelne Fälle gemeldet würden, sagte ein Vertreter der KCDC. Säuglinge und Kleinkinder, Mitarbeiter medizinischer Einrichtungen und Besucher der von Masern betroffenen Regionen müssten sich unbedingt impfen lassen, hieß es.