Ein oppositioneller Abgeordneter hat aufgedeckt, dass Teile von Südkoreas Zahlungen der letzten fünf Jahre an die im Land stationierten US-Truppen für Wartungen an Militärausrüstung außerhalb Südkoreas verwendet wurden.
Abgeordneter Chun Jung-bae von der Partei für Gerechtigkeit und Frieden, der Mitglied des parlamentarischen Ausschusses für außenpolitische Angelegenheiten ist, sagte am Donnerstag, dass die Information aus entsprechenden Dokumenten des Verteidigungsministeriums stamme.
Demnach wurden insgesamt 95,4 Milliarden Won zur Reperatur von Militärausrüstung für die US-Streitkräfte in Korea aufgewendet. Dies geht auf das Sonderabkommen über die Aufteilung der Verteidigungskosten (SMA) zurück, das zwischen 2014 und 2018 gültig war.
Laut Ministeriumsangaben wurden Seouls Aufwendungen jedoch auch für die Wartung von Truppenausrüstung außerhalb Koreas verwendet, darunter F-15 Kampfflugzeuge und HH-16 Helikopter in Japan. Diese würden jedoch im Falle eines Notfalls zur koreanischen Halbinsel entsandt werden.
Abgeordneter Chun behauptete, dass diese Praxis gegen das Sonderabkommen SMA sowie das Abkommen über den Status der US-Streitkräfte in Korea (SOFA) verstoßen würde. Er sprach sich daher für eine staatliche Überprüfung in der Angelegenheit aus.