Ein südkoreanisches Gericht hat den Prozess gegen einen Japaner verschoben, der beschuldigt wird, die Opfer der japanischen Sexsklaverei während des Zweiten Weltkriegs verleumdet zu haben. Der Grund für die Verschiebung war, dass der Angeklagte wiederholt nicht zum Gerichtstermin aufgetaucht ist.
Das Seouler Zentralgericht teilte am Mittwoch mit, es wird die Anhörung gegen den Beschuldigten Nobuyuki Suzuki auf den 25. März nächsten Jahres verschieben.
Die Regierung hatte zuvor angefragt, den Beschuldigten von Japan nach Südkorea auszuliefern. Das Seouler Gericht möchte laut eigenen Angaben zunächst die entsprechende Entscheidung Tokios abwarten, jedoch in der Zwischenzeit weiter versuchen, ihn zu verhören.
Suzuki wurde bereits im Februar 2013 angeklagt, ist jedoch bei keinem der bislang 16 anberaumten Gerichtstermine erschienen.
Er wird beschuldigt, ein hölzernes Schild an eine bronzene Statue angebracht zu haben, in der er Japans Anspruch über die koreanische Dokdo-Insel behauptet hat. Bei der Statue handelt es sich um ein Mahnmal an die Opfer der japanischen Sexsklaverei während des Zweiten Weltkriegs.
Das südkoreanische Justizministerium hat Japan im letzten September dazu aufgefordert, den Mann auszuliefern. Die japanische Regierung ist bislang eine Antwort schuldig geblieben. Die Entscheidung werde noch geprüft, heißt es.