Chinas Behörden haben beschlossen, die Gedenkhalle für den koreanischen Unabhängigkeitskämpfer Ahn Jung-geun wieder an den Bahnhof Harbin, den ursprünglichen Standort, zu verlegen.
Die chinesischen Behörden verträten die Position, den Umzug der Gedenkhalle verantwortungsvoll abzuschließen, sagte eine Quelle im chinesischen Schenyang. Sie wollten anscheinend den Umzug noch im ersten Halbjahr vollziehen.
China hatte Anfang 2014 auf Bitte der südkoreanischen Regierung am Bahnhof Harbin eine Gedenkhalle für Ahn eröffnet. Am Bahnsteig 1, wo Ahn im Jahr 1909 den ersten Generalresident Japans im damaligen Protektorat Korea, Ito Hirobumi, erschossen hatte, war eine Informationstafel aufgestellt worden.
Wegen der Umgestaltung des Bahnhofgebäudes wurde die Gedenkhalle im März 2017 in das Kunstmuseum des koreanischen Volks in Harbin verlegt. Die Informationstafel wurde ebenfalls abgerissen.
Auch nach der Wiedereröffnung des Bahnhofs im vergangenen Dezember kam der Umzug der Gedenkhalle zu ihrem ursprünglichen Standort nicht zustande. Das löste Spekulationen aus, dass die Verbesserung der Beziehungen zwischen China und Japan eine Rolle spielen könnte.