Laut seinem Vizepremier und Finanzminister Taro Aso überprüft Japan verschiedene Vergeltungsmaßnahmen gegen die Beschlagnahme von Vermögen japanischer Unternehmen in Südkorea wegen der Entschädigung früherer Zwangsarbeiter.
Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag.
Aso sagte am Dienstag vor dem Finanzausschuss des Unterhauses, er glaube, dass neben der Verhängung von Zöllen verschiedene Vergeltungsmaßnahmen getroffen würden, wie die Einstellung von Geldüberweisungen und der Visaausstellung.
Japan führe Verhandlungen in einer Phase vor einer solchen Situation und müsse daher angemessen vorgehen, hieß es. Zugleich fügte er hinzu, dass Japan Bemühungen unternehme, damit keine Vergeltungsmaßnahmen notwendig seien.
Jiji Press hatte am 10. März berichtet, dass die japanische Regierung mit Maßnahmen wie einer Zollerhöhung reagieren wolle, sollten koreanische Kläger im Entschädigungsstreit wegen der Zwangsarbeit zur Kolonialzeit beschlagnahmte Vermögenswerte der angeklagten japanischen Unternehmen veräußern.