Frühere Zwangsarbeiterinnen haben die Beschlagnahme von Vermögenswerten des japanischen Unternehmens Mitsubishi Heavy Industries beantragt.
Das teilten die Anwälte von vier Klägerinnen am Donnerstag mit. Diese hatten eine Entschädigungsklage gegen Mitsubishi vor dem Obersten Gerichtshof in Südkorea durchgesetzt.
Die Klägerinnen beantragten beim Bezirksgericht Seoul Zentral, Mitsubishis Rechte auf zwei Warenzeichen und sechs Patente in Südkorea zu beschlagnahmen.
In einer Pressemitteilung hieß es, es sei bedauerlich, ein Zwangsvollstreckungsverfahren zu beantragen, weil Mitsubishi die Entscheidung der Judikative nicht umgesetzt habe.
Der Oberste Gerichtshof hatte Ende November geurteilt, dass Mitsubishi vier Opfern der Zwangsrekrutierung zur Kolonialzeit und einem Hinterbliebenen einer Zwangsarbeiterin insgesamt 562 Millionen Won (knapp 500.000 Dollar) Entschädigung zahlen muss. Die Vertreter der Kläger und eine Bürgergruppe hatten im Januar die Firma zu Verhandlungen aufgefordert, diese ließ sich jedoch nicht darauf ein.