Internationales
Bericht: Tokio äußert Unmut über Moons Rede zur Unabhängigkeitsbewegung
Write: 2019-03-02 11:02:25 / Update: 2019-03-02 12:17:45
Die japanische Regierung hat Medienberichten zufolge Seoul gegenüber ihren Unmut über die Rede des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeitsbewegung vom 1. März geäußert.
Tokios Unzufriedenheit beziehe sich darauf, dass Moon konkrete Zahlen von Verletzten und Toten zur Zeit der Unabhängkeitsbewegung genannt habe.
Die Regierung in Tokio sei der Ansicht, dass es nicht angebracht sei, bei einer öffentlichen Gelegenheit über etwas zu sprechen, zu dem Südkorea und Japan keine einheitliche Stellung hätten. Diese Position sei der südkoreanischen Regierung übermittelt worden, berichtete der japanische Sender NHK.
Moon sagte gestern in seiner Rede bei einer Zeremonie auf dem Gwanghwamun-Platz im Zentrum von Seoul, dass bei den Demonstrationen gegen die Kolonialherrschaft Japans über 7.500 Koreaner "ermordet" worden und rund 16.000 Personen verletzt worden seien.
Präsident Moon betonte in seiner Rede, dass es nötig sei, die Spuren der Kolonialherrschaft auzulöschen. Zugleich kündigte er an, für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel mit Japan verstärkt zusammenarbeiten zu wollen.
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