US-Präsident Donald Trump hat seinen Unmut darüber geäußert, dass eine Kongress-Anhörung seines früheren Rechtsanwalts Michael Cohen während des Nordkorea-USA-Gipfels stattfand.
Auf der Pressekonferenz am Donnerstag in Hanoi bezeichnete Trump es als schrecklich, dass die falsche Anhörung inmitten dieses sehr wichtigen Gipfels stattgefunden habe. Sie hätten die Anhörung zwei Tage später oder nächste Woche planen können, was viel besser gewesen wäre. Es sei unglaublich, die Anhörung während dieses wichtigen Gipfels durchzuführen, hieß es.
Trump deutete an, dass er trotz allem seine Aufmerksamkeit auf die Anhörung gerichtet habe. Er sagte zudem, dass Cohen keinen Nachweis für die Kollusion zwischen seinem Wahlkampflager bei der Präsidentenwahl im Jahr 2016 mit Russland vorgelegt habe. Dies sei wichtiger als alles andere.
Einige Beobachter sagen, dass Cohens Aussagen vor dem Kongress einen beträchtlichen Einfluss ausgeübt haben könnten, dass der zweite Nordkorea-USA-Gipfel ohne Einigung zu Ende ging. Angesichts verschiedener Vorwürfe habe Trump das schlimmstmögliche Szenario abwenden wollen, dass er mit einer unvollständigen Einigung Kritik ernten würde.
Cohen sagte bei einer Anhörung des Repräsentantenhauses am Mittwoch (Ortszeit) zu verschiedenen Vorwürfen gegen Trump aus. CNN strahlte die Anhörung über sechs Stunden lang live aus. Die Anhörung habe in den USA größere Aufmerksamkeit als der Gipfel in Hanoi erregt, hieß es.