Angesichts der Entspannung mit Nordkorea will Südkorea an der Grenze im Westmeer die Fischerei in größeren Gebieten erlauben.
Das Ministerium für Ozeane und Fischerei teilte mit, die Gesamtfläche der Fischereigebiete in der Umgebung der fünf Grenzinseln im Westmeer von derzeit 1.614 Quadratkilometern um 245 auf 1.859 Quadratkilometer zu erweitern. Das stelle die größte Erweiterung unter den bisher zehn Fällen dieser Art seit 1992 dar.
Zu den fünf Inseln zählen Baengnyeong, Daecheong und Yeonpyeong. In deren Umgebung fischen 202 Fischkutter jährlich 4.000 Tonnen Fisch. Das Ministerium erwartet, dass dank der Maßnahme das Fischfangvolumen um mehr als zehn Prozent zunehmen wird.
Zudem wird das seit 1964 geltende Verbot für den Nachtfischfang gelockert. Jeweils 30 Minuten lang vor dem Sonnenaufgang und nach dem Sonnenuntergang darf nun gefischt werden.
Das Ressort will in den erweiterten Fischereigebieten eine Untersuchung zu Meeresressourcen durchführen und und das Gebiet reinigen, um die Umgebung der fünf Westmeerinseln zu Fischereizonen zu entwickeln, wo Frieden und eine nachhaltige Fischerei koexistieren.
Minister Kim Young-choon sagte, die Fischer auf den fünf Inseln wünschten sich, dass anlässlich der innerkoreanischen Gipfelerklärungen im letzten Jahr auf den Inseln ein wahrer Friede einkehre und freie Fischereiaktivitäten ermöglicht würden. Er hoffe, dass die diesmalige Maßnahme zum Einkommensanstieg der Fischer beitrage und eine Friedensverankerung veranlasse.