Der renommierte südkoreanische Schriftsteller Ko Un hat am Freitag eine Entschädigungsklage gegen eine Dichterin verloren. Diese hatte ihn öffentlich sexueller Vergehen angeschuldigt.
Das Seouler Zentralgericht entschied, dass die Vorwürfe der Dichterin Choi Young-mi glaubwürdig seien. Das Gericht fußte die Entscheidung auf Chois Aussagen sowie weiteren Zeugenaussagen. Kos Entschädigungsforderungen von einer Milliarde Won wurde abgewiesen.
Ko wurde von koreanischen Medien als potenzieller Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt. Zuletzt hatte er mehrere Medien und Einzelpersonen verklagt, darunter auch einen männlichen Autor namens Park Jin-seong. Dieser hatte auf seinem Blog von ähnlichen sexuellen Verstößen berichtet.
Jedoch entschied das Gericht, dass Parks Aussagen weitgehend falsch waren. Er wurde zu einer Entschädigung von 10 Millionen Won an Ko Un verurteilt.